Dialog-Arbeit in Nes Ammim

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Israel ist geteilt in zwei Bevölkerungsgruppen: Juden und Araber.
Manche Juden trauen sich nicht in arabischen Dörfer oder Viertel, manche Araber fürchten sich vor der
israelischen Polizei. Die Ängste (LINK) voreinander verhindern den Dialog.
Die Vorbehalte innerhalb Israels behindern das Leben jeden Tag.

Dialog-Arbeit wird dringend benötigt. Und totzdem sind die Organisationen, die daran arbeiten, klein und wenige. Nes Ammim leistet Pionierarbeit im Norden Israels, in Galiläa.
dialoguegroup Jüdische und arabische Schüler treffen sich im Study-Room

In Nes Ammim treffen sich israelische Gruppen: Juden, muslimische und christliche Araber, Drusen. In Seminaren sprechen sie miteinander, auch über harte Themen, wie die Konfiszierung von arabischen Häusern und Land während der Staatsgründung, über das besetzte Westjordanland, über Ost-Jerusalem und über die israelische Mauer hinter der die Palästinenser leben.
Die Seminare werden von Volontären organisiert, aber nicht geleitet, weil sich die Ausländer in Nes Ammim nicht anmaßen wollen, den Israelis erklären zu können, wie sie den Nahost-Konflikt lösen können.
Erfahrene Israelis jüdischer und arabischer Herkunft übernehmen diese Arbeit in Nes Ammim. Nes Ammim finanziert diese Seminare. Für die Teilnehmer sind sie meist kostenlos, einschließlich Verpflegung und Unterkunft im Gästehaus (LINK) von Nes Ammim.


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Dialog-Arbeit in Nes Ammim: Drei jüdische Mädchen und zwei arabische Jungs auf der Wiese vor dem Gästehaus.

Während Israel in arabische und jüdische Städte, Dörfer und Stadtviertel geteilt ist, ist Nes Ammim ein neutraler Ort. Das schätzen die Dialog-Gruppen, die nach Nes Ammim kommen. Nes Ammim genießt Ansehen und Vetrauen.

Dialog-Koordinator

Frans van der Sar
Als Pfarrer arbeitete er für die Protestantische Kirche in den Niederlanden (PKN), jetzt koordiniert er drei Jahre lang die Dialog-Arbeit in Nes Ammim.

Das Local Committee

Während Nes-Ammim-Volontäre die Dialog-Arbeit jeden Tag organisieren, trifft ein siebenköpfiges Komittee aus Israelis die leitenden Entscheidungen: Juden und Araber, reich an Erfahrung, Ansehen und Ideen.

Nes Ammim ist stolz, diese Menschen im Local Advisory Committee zu haben:

local committee


Das holländischen Fernsehen zeigte diese TV-Dokumentation über die Dialog-Arbeit in Nes Ammim und das Leben von Professor Simon Schoon:

Quelle: derdetestament.nl
dialoguefooter Simon's Text Seminar-Protokolle
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Shave Zion

Shave Zion

„Es tut mir leid was mein Volk und meine Familie euch und euren Familien angetan hat“, dieser Satz hat mir die Türen zum Elternheim in Shave Zion geöffnet. Das בית המיסדימ „Beit Hamejasdim“, ein Seniorenheim, wurde von der württembergischen Landesregierung für anfänglich schwäbische Juden gestiftet. Inzwischen leben hier ca. 10 Frauen die der Vernichtung und Vertreibung durch das Naziregime entfliehen konnten. Im Rahmen der „Dialoghours“ können hier interessierte Volontäre ihren Beitrag zur inhaltlichen Arbeit Nes Ammims leisten. Die Begegnung mit diesen Menschen kann für die Volontäre schmerzhafte Erinnerung an einen Teil der Deutschen Geschichte hervorrufen. Sie erleben aber auch den Großmut und den Humor der Holocaustüberlebenden. Christlich-jüdischer Dialog heißt hier Begegnung mit Zeitzeugen der Deutschen Geschichte Diese Begegnung hilft den Volontären sensibel zu werden für jede Art von Antisemitismus und Neonazismus. „Es tut mir leid“- dieser Satz ist notwendig. Er hat mich nicht klein gemacht, sondern mir zu einer geschichtsbewussten Identität als Deutsche verholfen. Ulrike Haag